Schnupfen

Ein Schnupfen kann sich über mehrere Tage und manchmal auch Wochen hinweg ziehen. Dabei schwächt er den Körper und wird manchmal sogar zu einer Nasennebenhöhlenentzündung. Nicht immer muss ein Schnupfen auch mit einer Erkältung oder einer anderen Erkrankung einhergehen. Manchmal reichen feuchtes und kaltes Wetter oder auch eine Allergie aus, um die Nase zum Laufen zu bringen oder sie zu verstopfen. Es gibt jedoch eine Vielzahl an verschiedenen Hausmitteln, die eine Linderung verschaffen und gegen den Schnupfen vorgehen können.

Mit Inhalation die Nase befreien

Inhalation

Wenn der Schnupfen für eine verstopfte Nase sorgt und die Sekrete nicht ablaufen, dann können sie sich in den Nebenhöhlen festsetzen und für Kopfschmerzen sorgen. Daher ist es wichtig, die Schleimhäute der Nase zu befeuchten und so dafür zu sorgen, dass die bakteriellen Sekrete ablaufen. Ideal ist eine Inhalation mit Kochsalz oder auch mit der sanften Kamille. Damit die Inhalation richtig wirken kann, sollten ein bis zwei Liter Wasser zum Kochen gebracht werden. Anschließend wird das Wasser in eine Schüssel gefüllt und mit Kamillenblüten oder zwei bis drei Löffeln Salz angereichert. Nun wird der Kopf über die Schüssel gehalten. Die Dämpfe sollen die Nasenschleimhäute erreichen. Das funktioniert besonders gut mit einem Tuch über dem Kopf und Phasen von tiefem Einatmens. Die Inhalation kann bis zu zehn Minuten dauern und mehrmals am Tag durchgeführt werden.

Direkt mit einer Nasendusche vorgehen

NasenduscheIn früheren Zeiten wurden Nasen mit Hilfe von einer improvisierten Nasendusche ausgespült. Mit Kochsalzlösung, die in die Nase gegeben wurde, sollten die Schleimhäute von festem Schnupfen befreit werden. Auch heute noch ist das Hausmittel bekannt und gern genutzt. Allerdings gibt es inzwischen richtige Nasenduschen, die in der Apotheke oder auch beim Arzt gekauft oder ausgeliehen werden können. Im Prinzip funktionieren sie ähnlich wie eine Inhalation. Hier kommt das Wasser jedoch direkt in die Nase und spült diese durch. Gerade für Kinder ist das ein unangenehmes Gefühl. Hier ist es besser, auf die Inhalation zurückzugreifen.

Ein heißes Bad schafft Linderung

heisses bad gegen schnupfenBewährt bei einem Schnupfen haben sich heiße Gesundheitsbäder. Diese können jedoch nur dann angewandt werden, wenn keine zusätzliche Erkältung mit Fieber vorliegt. Das heiße Wasser wird mit Thymian, Eukalyptus und Lavendel angereichert. Anschließend geht es hinein in die Badewanne. Die Kräuterdämpfe steigen nach oben und befeuchten die Schleimhäute. Menthol sorgt für eine freie Atmung und lindert Kopfschmerzen. Im Badezimmer sollte es warm sein, damit der Körper nach dem Bad nicht auskühlt. Ideal ist es, anschließend direkt mit einer Wärmeflasche ins Bett zu gehen.

Die Hühnersuppe als Heilmittel

Leckere Hühnersuppe mit GemüseSie hilft bei den verschiedensten Krankheiten – die Hühnersuppe ist und bleibt eines der besten Hausmittel, auch gegen Schnupfen. Eine selbst gemachte Suppe wärmt den Körper von innen und stärkt das Immunsystem. Sie kräftigt den Körper und sorgt so dafür, dass er selbst gegen den Schnupfen vorgehen kann. Die Suppe kann auch mit etwas Zitrone oder frischem Ingwer angereichert werden. Die Vitaminzufuhr ist bei Schnupfen ideal.

Die besten Hausmittel gegen Schnupfen auf einen Blick

  • Ausreichend Trinken ist wichtig. Wasser und natürlich Kräutertees gleichen den Flüssigkeitshaushalt des Körpers aus und halten somit auch die Schleimhäute feucht.
  • Die Inhalation mit Salzlösung oder Kamillenlösung lindern die Schmerzen bei einer verstopften Nase und helfen dabei, das Sekret aus der Nase zu entfernen.
  • Mit feuchten Tüchern auf den Heizkörpern wird die Luftfeuchtigkeit im Zimmer erhöht. Das erleichtert die Atmung bei einem Schnupfen.
  • Meerrettich zerreiben und auf ein Handtuch geben. Der Umschlag wird dann in den Nacken gelegt. Die scharfen Dämpfe sorgen für eine freie Nase.
  • Auch Fußbäder können Linderung verschaffen. Dabei ist es wichtig, mit einem lauwarmen Bad zu beginnen und die Temperatur des Wassers nach und nach zu erhöhen. Der Körper gerät ins Schwitzen und das Sekret läuft aus der Nase heraus.
  • Auch wenn es etwas klebrig ist, so kann Honig in der Nase ebenfalls für eine Linderung sorgen. Die entzündungshemmende Wirkung entfaltet sich so direkt an der gewünschten Stelle.
  • Wenn eine Pipette vorhanden ist, dann können natürliche Nasentropfen selbst hergestellt werden. Kamillentee wird mit ein wenig Traubenzucker angereichert und gut verrührt. Mit der Pipette kommt die Lösung nun in die Nase hinein.
  • Beim Ausschnauben sollte immer ein Nasenloch zugehalten und das andere entleert werden. So wird das Sekret nicht in die Nasennebenhöhlen gedrückt sondern kommt direkt aus der Nase heraus.

Achtung: Dauert ein Schnupfen länger als eine Woche, sollte die Ursache vom Arzt abgeklärt werden.